Geschichte vom Simplon

Einen magischen Stellenwert hat die Jahrzahl 1235 für den Simplon, denn da steht nun endlich „DOMUS HOSPITALIS DE SEMPLON“ auf Stein . Damit war zu dieser Zeit sicher ein Verkehr über den Simplon anzunehmen. Der Spittel, der dort stand war, wie wir heute wissen, Teil einesn Netzes von Stützpunkten der Johanniter entlang der Achsen von Frankreich nach Palästina.
So richtig interessant wird die Geschichte jedoch mit Kaspar Jodok von Stockalper (1609 – 1691), welcher den Saumpfad über den Simplon erstellt und mit dem Salzhandel wohlhabend wurde. Der Stockalperweg ist heute von Brig bis Gondo durchgehend als Wanderweg offen (wozu übrigens auch die Grenzbrigade 11 viel beigetragen hat).
Aus heutiger zeit etwa kurios mutet die Bedeutung des Goldbergwerkes im Zwischbergental bei Gondo an.1891 schrieb die „Société des mines d’Helvétic“ Unter allen Goldminen Europas nimmt Gondo den ersten Platz ein Damasl gab es tatsächlich regelmässige Kutschenverbindungen Gondo-Paris! Inzwischen ist es um die Goldmine still geworden.
Wesentlich bedeutungsvoller für den Simplon war Napoleon, welcher von 1801 bis 1805 die Route Napoleon über den Simplon bauen liess und verlangte, dass die Strasse ganzjährig befahrbar sein müsse!
Die Nationalstrasse, die den heutigen Verkehr zu bewältigen hat, verläuft übrigens in weiten Teilen wie die Route Napoleon